Der Rhodesian Ridgeback als Familienhund

So groß die Rhodesian Ridgebacks sind, so ein großes Herz haben sie auch. In ihren Ursprungsländern wurden sie als Jagd- und Wachhunde gezüchtet. Bei der Zucht wurde darauf geachtet, dass sie gerne gehorchen und ihrem Herrn folgen wollen. Das sind die besten Voraussetzungen für einen Arbeitshund, aber auch für einen Hund, der sich in eine Familie integrieren muss.

Ein Hund, der weiß, was er kann

Als Arbeitshund muss er auch selbst Entscheidungen treffen, zum Beispiel, wie schnell und wohin er läuft, um gejagtes Wild zu finden, und ob der Fremde, der auf das Gelände kommt, ein potentieller Feind ist oder erst einmal mit Drohgebärde begleitet wird, um das „Alphatier“, in diesem Fall den Menschen, entscheiden zu lassen, ob der Fremde begrüßt oder hinauskomplementiert wird.

Dieses selbstbewusste Verhalten wird durch sein Interesse daran, mit seinem menschlichen Anführer zusammenzuarbeiten, ergänzt. Der Rhodesian Ridgeback arbeitet gerne, wenn er gelernt hat, sich unterzuordnen. Da er ein sehr großer und kräftiger Hund ist, sollte man von Anfang an großen Wert darauf legen, dass er seinen Platz in der Hierarchie findet und – möglichst als letztes Glied der Familie – dort ausgelastet und bestätigt wird. So wird man immer einen zufriedenen Hund haben, der bereit ist, mit seinen Menschen „Pferde zu stehlen“, „durch Dick und Dünn zu gehen“, aber auch mal einfach „die Seele baumeln zu lassen“.

Der große Schmusehund

Der Rhodesian Ridgeback als Familienhund kennt nichts Schöneres, als mit seinen Menschen nach draußen zu gehen, zu schnüffeln, vielleicht anderen Hunden und Menschen zu begegnen und auf dem Weg auch mal Aufgaben zu bewältigen. Seien es Apportierspiele, Suchaufgaben, Versteckspiele oder Bleib-Komm-Befehle: Der Ridgeback macht alles freudig mit, wenn er verstanden hat, was von ihm verlangt wird. Allerdings sollte man Zerrspiele vermeiden, denn hier wird der starke Hund immer wieder gewinnen und könnte den Eindruck gewinnen, dass er in der Hierarchie höher steht, als ihm das zugestanden wird. Das könnte zu Problemen bis zur Gehorsamsverweigerung und Drohgebärden seitens des Hundes führen.