Der Rhodesian Ridgeback – seine Geschichte

Wer das erste Mal einen Ridgeback sieht, dem wird als erstes der Haarkamm auffallen, der sich über die Wirbelsäule des Hundes zieht. Es sind Haare, die in entgegengesetzter Richtung zum sonstigen Fell wachsen. Dies ist ein Merkmal, an dem man die Ridgebacks erkennt. Die Entstehung dieses „Ridge“ – das Wort bedeutet auf Englisch unter anderem „Kamm, Grat“ – liegt in einer leichten Spina bifida, einer Fehlbildung des Wirbelkanals. Dieser kann leider auch gesundheitliche Probleme für diesen absolut sportlichen Hund nach sich ziehen, die unter anderem zu Hautinfektionen führen.

Die Ridgebacks

Es gibt drei Hunderassen mit einem Ridge: Der Thai Ridgeback und der Rhodesian Ridgeback sind als Hunderassen anerkannt. Der Phu Quoc Ridgeback stammt aus Vietnam und ist nicht von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt.

Der Thai Ridgeback stammt, wie der Name schon sagt, aus Thailand. Er ist in die Gruppe 5 des FCI-Standards Spitze und Hunde vom Urtyp) eingeteilt. Die Herkunftsländer des Rhodesian Ridgeback sind Südafrika und Simbabwe. Er ist die einzige Hunderasse aus dem Süden Afrikas, die vom FCI anerkannt wird. Er gehört zur Gruppe 6 des FCI-Standards (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen).

Rhodesian Ridgeback

Schon vor der Kolonialzeit gab es Hunde in Afrika, die mit den Menschen lebten, die Häuser bewachten und für die Jagd eingesetzt wurden. Mit den Kolonialherren kamen auch andere Hunde in diese Gebiete, die sich mit den einheimischen Rassen vermischten oder auch bewusst eingekreuzt wurden. Daraus entstanden die großen, mutigen Hunde, die bei der Jagd das Wild – vor allem das Großwild – stellen und halten konnten, bis der Jäger eintraf.

Bereits 1922 wurde der Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback aufgestellt, der im Wesentlichen auf dem des Dalmatiners beruhte. 1926 wurde die Rasse von der Kennel Union des Südlichen Afrikas anerkannt.

Aufgrund seiner Größe und seiner Unerschrockenheit wurde der Rhodesian Ridgeback auch zur Großwildjagd eingesetzt. In der Meute jagte er Löwen, stellte und umzingelte sie, bis der Jäger dazukam. Das brachte ihm den Namen African Lion Dog ein.